Akustikbässe im Vergleich: Unsere Empfehlungen
Ein Akustikbass vereint das tiefe Fundament eines Basses mit der klanglichen Dynamik eines akustischen Instruments. Er bietet Musikern die Freiheit, unabhängig von Stromquellen zu proben oder Unplugged-Auftritten eine besondere Wärme zu verleihen. Die Auswahl des richtigen Modells entscheidet dabei maßgeblich darüber, ob sich das Instrument im Zusammenspiel mit Gitarren akustisch durchsetzen kann.
Ibanez PNB14E-OPN Acoustic BassParlor Korpusgröße, Afrikanisches Mahagoni, Fishman Sonicore Tonabnehmer, Open Pore Natural
Ibanez PNB14E-OPN
Vorteile
- Kompakte Parlor-Korpusgröße bietet hohen Spielkomfort und gute Ergonomie.
- Korpus aus afrikanischem Mahagoni sorgt für einen ausgewogenen Klangcharakter.
- Der integrierte Fishman Sonicore Tonabnehmer ermöglicht eine zuverlässige Verstärkung.
- Das Open Pore Natural Finish verleiht dem Instrument eine natürliche Haptik und Optik.
Nachteile
- Das geringere Parlor-Korpusvolumen bietet rein akustisch ein begrenztes Bassfundament.
- Bauartbedingt im unverstärkten Zusammenspiel mit lauteren Instrumenten nur eingeschränkt durchsetzungsfähig.
Fazit: Ein handlicher Akustikbass in Parlor-Bauform mit Fishman Sonicore Tonabnehmer und ansprechendem Open Pore Natural Finish.
Worauf sollten Sie beim Kauf achten?
Die Bedeutung der Korpusform
Die Bauform eines Akustikbasses ist der entscheidende Faktor für das verfügbare Volumen und die Ergonomie. Da tiefe Frequenzen viel Resonanzraum benötigen, klingen größere Modelle meist kräftiger.
- Dreadnought & Jumbo: Diese Formen bieten das größte Volumen. Sie sind die erste Wahl, wenn Sie sich in einer akustischen Session gegen eine oder zwei Gitarren behaupten müssen.
- Concert & Parlor: Kompaktere Bauweisen wie beim Ibanez PNB14E bieten einen hohen Spielkomfort und eignen sich hervorragend für kleinere Hände oder zum entspannten Üben auf dem Sofa.
- Cutaway: Eine Aussparung am Korpus ermöglicht einen leichteren Zugang zu den höheren Bünden, was für Solopassagen unerlässlich ist.
Materialwahl und Klangcharakter
Das Holz der Decke prägt den Grundcharakter des Basses. Hier wird oft zwischen massiven Hölzern und laminierten Varianten unterschieden.
- Fichte (Spruce): Liefert einen hellen, klaren und obertonreichen Klang. Massive Fichtendecken schwingen freier und entwickeln über die Jahre einen noch besseren Charakter.
- Mahagoni: Sorgt für ein wärmeres, mittenbetontes Klangbild. Es wird häufig für den Korpus (Boden und Zargen) verwendet, um dem Bass mehr Fundament zu geben.
Tipp
Investieren Sie nach Möglichkeit in ein Modell mit massiver Decke. Während laminierte Hölzer unempfindlicher gegenüber Luftfeuchtigkeit sind, bietet Massivholz eine deutlich höhere Dynamik und Klangtiefe, die sich besonders bei Aufnahmen bemerkbar macht.
Elektronik und Preamp-Systeme
Obwohl es sich um akustische Instrumente handelt, sind die meisten modernen Akustikbässe mit einem Tonabnehmer und einem Vorverstärker (Preamp) ausgestattet. Dies ist für Live-Auftritte fast unverzichtbar, da Akustikbässe bauartbedingt leiser sind als Kontrabässe.
- Piezo-Tonabnehmer: Diese sitzen unter der Stegeinlage und fangen die Schwingungen direkt ein.
- Preamp-Funktionen: Ein integrierter Equalizer hilft dabei, Rückkopplungen (Feedback) zu unterdrücken und den Klang an den Raum anzupassen. Ein eingebautes Stimmgerät erhöht den praktischen Nutzen im Alltag erheblich.
Hinweis
Wenn Sie planen, den Bass oft über eine Anlage zu spielen, achten Sie auf Preamps namhafter Hersteller wie Fishman oder markeneigene Systeme von Ibanez und Ortega. Diese bieten meist eine rauschärmere Signalverarbeitung.
Welches Modell passt zu Ihnen?
Die Wahl des richtigen Akustikbasses hängt stark vom Einsatzbereich und dem verfügbaren Budget ab. Während Einsteiger oft zu preiswerten Komplettpaketen greifen, suchen Profis nach speziellen Holzkompinationen und hochwertiger Hardware.
| Preisklasse | Typische Ausstattung | Für wen geeignet |
|---|---|---|
| Einsteiger (bis 300 €) | Laminierte Decke, einfacher Preamp, schlichtes Finish | Gelegenheitsspieler und Umsteiger von der E-Gitarre |
| Mittelklasse (300–700 €) | Massive Decke, Marken-Elektronik, bessere Mechaniken | Ambitionierte Hobbymusiker und Live-Einsatz |
| Premium (ab 700 €) | Vollmassive Bauweise, Edelhölzer, Koffer inklusive | Profis, Studioaufnahmen und Liebhaber hochwertiger Optik |
Achtung
Akustikbässe reagieren empfindlicher auf Temperaturschwankungen als E-Bässe. Lagern Sie Ihr Instrument niemals direkt neben einer Heizung, da das Holz austrocknen und Risse bilden kann (besonders bei massiven Decken).
Häufig gestellte Fragen
In einer Gruppe mit mehreren Westerngitarren oder einem Percussion-Instrument stößt ein Akustikbass oft an seine physikalischen Grenzen. Für leise Duos oder zum Üben reicht die Lautstärke aus, für alles andere sollte ein kleiner Akustik-Verstärker zur Unterstützung genutzt werden.
Meist werden Bronze-Saiten verwendet, die sehr hell und metallisch klingen. Wer einen eher holzigen, Kontrabass-ähnlichen Klang bevorzugt, kann auf Nylon-Tapewound-Saiten umsteigen. Diese sind zudem deutlich sanfter zu den Fingern.
Zwar funktioniert ein normaler E-Bass-Verstärker, aber ein spezieller Akustik-Verstärker gibt den natürlichen Klang des Instruments wesentlich unverfälschter wieder und bietet oft spezielle Eingänge für Mikrofone.
Ja, es gibt Modelle mit einer tiefen H-Saite. Da für die tiefe Frequenz jedoch ein enormes Gehäusevolumen nötig ist, klingen 5-Saiter rein akustisch oft etwas schwach auf der tiefsten Saite. Über einen Verstärker gleicht sich dieser Nachteil jedoch aus.
Empfohlene Akustikbässe
Cordoba Mini II Bass MH-EAkustikbass mit laminierter Mahagoni-Decke, 3-Band Elektronik und Stimmgerät, Natur-Mahagoni Finish
Ortega D8CE-5 Deep5-Saiter Akustikbass mit Fichtende, Mahagoniboden und -zargen, Cutaway, Preamp MagusPRO/B, schwarz/natur
Ovation Celebrity Elite CEB44X-7C-GMid-Depth Akustikbass mit Wölkchenahorn-Decke und Ovation Slimline Tonabnehmer, Cognac Burst
Fender Kingman Bass SEB WNAkustikbass mit massiver Fichtendecke, Sapele Boden und Zargen, Shaded Edge Burst Finish, inkl. Gig Bag
Fender Kingman Bass SEB WN
Vorteile
- Die massive Fichtendecke sorgt für eine direkte Ansprache und Resonanz.
- Boden und Zargen aus Sapele ergänzen das Klangbild des Instruments.
- Das Shaded Edge Burst Finish verleiht dem Akustikbass ein markantes Design.
- Ein praktisches Gig Bag für den geschützten Transport ist bereits inklusive.
Nachteile
- Die akustische Lautstärke ist ohne zusätzliche Verstärkung im Bandgefüge physikalisch limitiert.
- Größere Abmessungen im Vergleich zu kompakten Parlor-Modellen.
Fazit: Ein vielseitiger Akustikbass mit massiver Fichtendecke, Sapele-Korpus und stilvollem Shaded Edge Burst Finish inklusive Gig Bag.