Faxgeräte im Vergleich: Unsere Empfehlungen
Obwohl digitale Kommunikationswege dominieren, bleibt das Faxgerät in vielen Branchen aufgrund seiner rechtlichen Verbindlichkeit und einfachen Handhabung unverzichtbar. Moderne Geräte haben sich längst an die Anforderungen der IP-basierten Telefonie angepasst und bieten vielseitige Funktionen für den professionellen Dokumentenversand.
Brother FAX-2840 Laser-Faxgerätschwarz, grau
Worauf sollten Sie beim Kauf achten?
Das passende Druckverfahren
Die Wahl der Drucktechnik beeinflusst maßgeblich die laufenden Betriebskosten und die Qualität der eingehenden Dokumente. Für den gelegentlichen Einsatz im Privathaushalt eignen sich oft preiswerte Tintenstrahl- oder Thermotransfergeräte. Werden jedoch täglich viele Seiten empfangen, amortisiert sich die höhere Investition in ein Laserfaxgerät schnell durch die deutlich geringeren Kosten pro Seite.
Konnektivität und VoIP-Kompatibilität
Da analoge Telefonanschlüsse weitestgehend durch IP-basierte Anschlüsse ersetzt wurden, muss ein modernes Faxgerät reibungslos mit Routern und VoIP-Anlagen kommunizieren. Die Integration in das bestehende Netzwerk erfolgt heute meist unkompliziert über den analogen Port des Routers oder direkt via LAN.
Hinweis
Achten Sie beim Kauf auf die Unterstützung des T.38-Protokolls. Dieser Standard sorgt bei der Übertragung über das Internet für eine stabilere Verbindung und verhindert Abbrüche, die bei herkömmlichen Codecs häufig auftreten.
Übertragungsgeschwindigkeit und Funktionsumfang
Ein schneller Versand spart Zeit und reduziert die Gebühren bei minutengenauer Abrechnung. Geräte mit dem Super-G3-Standard übertragen Dokumente mit einer Geschwindigkeit von bis zu 33,6 kbit/s. Zudem sollten Sie auf einen ausreichenden Seitenspeicher achten, damit eingehende Nachrichten auch bei fehlendem Papier nicht verloren gehen.
Tipp
Ein automatischer Dokumenteneinzug (ADF) mit einer Kapazität von mindestens 20 Blatt erleichtert den Versand mehrseitiger Verträge erheblich, da Sie die Blätter nicht einzeln einlegen müssen.
Welches Modell passt zu Ihnen?
Einsteiger: Thermotransfer für das Home-Office
Diese Geräte sind kompakt und in der Anschaffung günstig. Sie nutzen eine spezielle Farbfolie, die durch Hitze auf Normalpapier übertragen wird. Für Nutzer, die nur wenige Male im Monat ein Fax versenden oder empfangen, ist dies eine wirtschaftliche Lösung, auch wenn die Kosten pro Einzelseite im Vergleich höher liegen.
Mittelklasse: Tintenstrahl-Multifunktionsgeräte
Kombigeräte, die drucken, scannen, kopieren und faxen können, bieten ein ausgewogenes Preis-Leistungs-Verhältnis für kleine Büros. Sie sparen Platz und reduzieren den Verkabelungsaufwand auf ein Minimum. Die Druckqualität ist hoch, allerdings sollte man die Wartung der Tintenpatronen bei längeren Standzeiten im Blick behalten.
Premium: Laser-Fax für hohes Aufkommen
In professionellen Umgebungen mit konstantem Dokumentenfluss sind Laserfaxgeräte der Standard. Sie bieten die höchste Druckgeschwindigkeit, ein scharfes Schriftbild und die niedrigsten Verbrauchskosten auf lange Sicht. Viele dieser Modelle verfügen zudem über erweiterte Sicherheitsfunktionen wie einen PIN-geschützten Empfang oder eine verschlüsselte Übertragung.
Achtung
Vermeiden Sie den Kauf veralteter Thermopapier-Faxgeräte. Das beschichtete Papier verblasst mit der Zeit, was insbesondere bei einer gesetzlichen Archivierungspflicht problematisch ist. Zudem rollt sich das Papier oft ein, was die spätere Handhabung erschwert.
| Nutzerprofil | Empfohlene Technik | Hauptvorteil |
|---|---|---|
| Gelegenheitsnutzer | Thermotransfer | Niedrige Anschaffungskosten |
| Kleine Teams | Tintenstrahl (4-in-1) | Hohe Flexibilität und Platzersparnis |
| Großraumbüro | Lasertechnologie | Minimale Seitenkosten und hohes Tempo |
Häufig gestellte Fragen
In Deutschland gelten Sendeberichte von Faxgeräten oft als wichtiger Indizienbeweis für den Zugang eines Schreibens. Besonders im Behörden- und Rechtsverkehr wird das Fax daher gegenüber der einfachen E-Mail bevorzugt, da der Sendebericht den erfolgreichen Datentransfer mit Zeitstempel dokumentiert.
Ja, die meisten modernen Router verfügen über analoge Anschlüsse (RJ11 oder TAE), an denen Sie ein herkömmliches Faxgerät anschließen können. In der Konfigurationsoberfläche des Routers müssen Sie den Anschluss lediglich als Faxgerät definieren und ihm eine eigene Rufnummer zuweisen.
Ein analoges Faxgerät verarbeitet physisches Papier über einen Scanner und einen Drucker. Eine PC-Fax-Funktion ermöglicht es Ihnen dagegen, Dokumente direkt vom Computer aus zu senden oder eingehende Nachrichten digital als PDF zu erhalten, ohne diese zwingend ausdrucken zu müssen.
Die digitale Sprachübertragung (VoIP) nutzt Kompressionsverfahren, die für menschliche Stimmen optimiert sind, aber Faxsignale verzerren können. Die Aktivierung des T.38-Protokolls im Router und im Faxgerät löst dieses Problem meistens, da es die Signale speziell für die Datenübertragung verpackt.