USB-Hubs im Vergleich: Unsere Empfehlungen
Moderne Laptops und PCs verzichten zunehmend auf eine Vielzahl an Schnittstellen, um eine kompaktere Bauweise zu ermöglichen. Ein hochwertiger USB-Hub löst diesen Engpass, indem er einen einzigen Port in mehrere Anschlüsse verwandelt und so Platz für Peripheriegeräten wie Drucker, Scanner oder externe Festplatten schafft.
Dell 27 USB-C Hub Monitor P2725HE
Worauf sollten Sie beim Kauf achten?
Datentransferraten und Standards
Die Geschwindigkeit eines Hubs hängt maßgeblich vom unterstützten Standard ab. Während USB 2.0 mit 480 Mbit/s heute nur noch für einfache Peripherie wie Mäuse oder Tastaturen ausreicht, bieten USB 3.0 (oft als USB 3.2 Gen 1 bezeichnet) und USB 3.1 Gen 2 deutlich höhere Raten von 5 bis 10 Gbit/s. Wer häufig große Datenmengen von externen Festplatten überträgt, profitiert von den neueren Standards erheblich und spart wertvolle Zeit beim Kopieren.
Aktive versus passive Stromversorgung
Passive Hubs beziehen ihre Energie direkt vom Computer. Das funktioniert bei einfachen Eingabegeräten meist reibungslos, stößt aber bei energiehungrigen Komponenten wie externen Festplatten oder beim Laden von Smartphones an Grenzen. Aktive Hubs verfügen über ein eigenes Netzteil und stellen sicher, dass alle angeschlossenen Geräte stabil mit Strom versorgt werden, ohne den Akku des Laptops übermäßig zu belasten.
Tipp
Für den stationären Einsatz am Schreibtisch empfiehlt sich fast immer ein aktiver Hub mit Netzteil, um plötzliche Verbindungsabbrüche bei stromhungrigen USB-Geräten zu vermeiden.
Anschlussvielfalt und Ergonomie
Neben der reinen Anzahl der USB-A-Ports bieten viele Hubs mittlerweile USB-C-Anschlüsse, Kartenleser für SD-Speicherkarten oder sogar HDMI-Ausgänge. Die Anordnung der Steckplätze spielt im Alltag eine große Rolle. Nach oben oder zur Seite ausgerichtete Ports erleichtern das häufige Umstecken von USB-Sticks, während rückseitig angebrachte Buchsen dabei helfen, einen dauerhaften Kabelsalat auf dem Schreibtisch zu verhindern.
Hinweis
Wenn Sie einen USB-C-Hub an einem Laptop nutzen, achten Sie auf die Unterstützung von Power Delivery (PD). Damit lässt sich der Rechner über den Hub laden, während gleichzeitig andere Geräte angeschlossen sind. Weitere Details und Ergebnisse zu verschiedenen Modellen finden Sie in aktuellen Testberichten.
Welches Modell passt zu Ihnen?
Einsteiger: Kompakte passive Hubs
Wer lediglich zwei oder drei zusätzliche USB-A-Anschlüsse für Maus, Tastatur oder einen gelegentlichen Datentransfer per USB-Stick benötigt, ist mit einem günstigen passiven Hub gut beraten. Diese Modelle sind oft sehr kompakt und eignen sich hervorragend für den mobilen Einsatz in der Laptoptasche. Sie verzichten meist auf Zusatzfunktionen und sind bereits für einen geringen zweistelligen Betrag erhältlich.
Mittelklasse: Vielseitige USB-C-Multiports
Diese Klasse richtet sich an Nutzer, die ihren Laptop mit nur einem Kabel in eine kleine Workstation verwandeln möchten. Hier finden sich oft integrierte HDMI-Ports für Monitore und SD-Kartenslots für Fotografen. Ein Aufpreis lohnt sich in diesem Segment vor allem für eine robustere Verarbeitung aus Aluminium und die Unterstützung moderner USB 3.2 Standards, die eine schnellere Datenübertragung ermöglichen.
Premium: Aktive Hubs und Dockingstations
Für professionelle Anwender, die viele Peripheriegeräte gleichzeitig nutzen und einen stabilen Datendurchsatz benötigen, führen aktive Hubs kein Weg vorbei. Die Investition in ein Premium-Modell mit eigenem Netzteil schützt vor instabilen Verbindungen und ermöglicht das schnelle Laden von Mobilgeräten direkt am Hub. Diese Geräte bieten oft eine höhere Bandbreite und sind für den dauerhaften Betrieb ausgelegt.
Achtung
Vermeiden Sie das Hintereinanderschalten von mehreren passiven Hubs. Dies führt oft zu einer Überlastung des Host-Anschlusses am Computer und kann die Hardware im schlimmsten Fall beschädigen oder zu Datenverlust führen.
| Typ | Stromversorgung | Bestes Einsatzgebiet |
|---|---|---|
| Passiver Hub | Über den PC (Bus-powered) | Maus, Tastatur, Sticks, mobiler Einsatz |
| Aktiver Hub | Externes Netzteil (Self-powered) | Festplatten, Drucker, Laden von Handys |
| USB-C Dock | Meist Power Delivery (PD) | Laptop-Erweiterung, Monitor, Home Office |
Häufig gestellte Fragen
Dies liegt meist an einer unzureichenden Stromversorgung. Passive Hubs teilen den Strom eines einzelnen PC-Anschlusses auf alle Ports auf. Mechanische Festplatten benötigen beim Anlaufen oft mehr Energie, als ein passiver Hub liefern kann. In diesem Fall hilft der Wechsel auf einen aktiven Hub mit eigenem Netzteil.
Nein, das funktioniert nur bei speziellen USB-C- oder Thunderbolt-Hubs, welche den sogenannten DisplayPort-Alternate-Mode unterstützen. Einfache USB-A-Hubs sind ausschließlich für den Datentransfer konzipiert und können keine Bildsignale an einen Monitor übertragen.
Diese Bezeichnungen sind Teil einer technischen Neuklassifizierung. USB 3.2 Gen 1 entspricht dem älteren USB 3.0 Standard und bietet bis zu 5 Gbit/s. USB 3.2 Gen 2 verdoppelt diese Geschwindigkeit auf 10 Gbit/s. Für die meisten Office-Anwendungen und normale USB-Sticks reicht Gen 1 völlig aus.
Nicht zwingend, da USB-C lediglich die Form des Steckers beschreibt. Ein USB-C-Hub kann theoretisch auf dem langsamen USB 2.0 Standard basieren. Entscheidend für die tatsächliche Geschwindigkeit ist das verwendete Protokoll, beispielsweise USB 3.2 oder USB4, und nicht die physische Form des Anschlusses.