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Kühlschrank Kaufberatung

Ein Kühlschrank soll Lebensmittel möglichst lange und kostengünstig frisch halten. Neben der Größe des Geräts sind vor allem die Energieeffizienz und die Zusatzausstattung entscheidend für den Kauf.

Die Bauform

Die erste Frage, wenn es um den Kauf eines neuen Kühlschranks ist, ist die gewünschte Bauart. In erster Linie unterscheidet man dabei zwischen freistehenden Modellen und Einbaugeräten. Während erstere an jeder beliebigen Stelle platziert werden können, benötigen Einbaugeräte einen Küchenschrank, in dem sie untergebracht werden.

Bei Einbaugeräten unterscheidet man zudem zwischen integrierbaren und dekorfähigen Modellen. Die Tür von integrierbaren Modellen wird nach dem Einbau mit einer Möbelfront des Küchenherstellers versehen. So gliedert sich das Küchengerät perfekt und unauffällig in Ihre Küchenfront ein. Bei dekorfähigen Geräte hingegen wird die Gerätefront mit einer Dekorplatte des Kühlgerät-Herstellers verkleidet. Diese kann unifarben, aus Edelstahl oder in Holzoptik gestaltet sein.

Der Produkttyp

Hand in Hand mit der Wahl der Bauform sollte man sich für einen Produkttyp entscheiden. Benötigt man nur Platz um Lebensmittel zu kühlen, ist ein Vollraumkühlschrank die erste Wahl. Soll dagegen auch Platz für Gefriergut vorhanden sein, hat man die Wahl zwischen einem Kühlschrank mit Gefrierfach, einer klassischen Kühl-Gefrierkombination oder Side-by-Side- bzw. French-Door-Modellen. Für was man sich entscheidet, ist dabei keineswegs nur eine Frage der Optik: In einem Gefrierfach finden nur wenige Lebensmittel Platz. Es eignet sich daher eher für kleine Haushalte oder wenn z. B. im Keller eine Gefriertruhe steht und das Gefrierfach nur zur kurzfristigen Lagerung kleiner Mengen dient. Wer mehr Stauraum im Gefrierbereich benötigt, entscheidet sich besser für eine Kühl-Gefrierkombination. Diese verfügt nicht nur über mehr Platz im Gefrierbereich, sondern bei vielen Modellen lassen sich die Temperaturen im Kühl- und Gefrierbereich getrennt voneinander einstellen. Das hilft beim Stromsparen und sorgt dafür, dass alle Lebensmittel bei der für sie perfekten Temperatur gekühlt werden. Noch mehr Platz im Gefrierbereich bieten die Side-by-Side- und French-Door-Modelle, deren Fassungsvermögen durchaus mit dem von Gefrierschränken mithalten kann. Sie sind allerdings nur als freistehende Modelle erhältlich und benötigen verhältnismäßig viel Energie. Dafür sind sie häufig mit praktischen Extras wie Eiswürfel- und Wasserspender ausgestattet.

Das richtige Fassungsvermögen

Eins der wichtigsten Kaufkriterien ist das Fassungsvermögen des Kühlschranks. Wie viel Platz sie benötigen, hängt von der Größe Ihres Haushalts, Ess- und Einkaufsgewohnheiten sowie dem Umgang der Vorratshaltung ab. Wird mehrmals in der Woche eingekauft, wird im Kühlschrank weniger Platz benötigt, als wenn der gesamte Wocheneinkauf auf einmal untergebracht werden muss. Als Faustregel kann man sagen, dass Ein- und Zwei-Personenhaushalte einen Kühlbereich mit 120 bis 140 Litern Fassungsvermögen benötigen. Bei größeren Haushalten rechnet man mit 60 Litern pro Kopf. Bei Gefrierbereich geht man von 50 bis 80 Litern Fassungsvermögen pro Person aus – bei geringer Vorratshaltung. Bei großer Vorratshaltung – z. B. bei Gartenbesitzern und Hobbyanglern – rechnet man mit 100 bis 130 Litern pro Kopf. Beachten Sie außerdem, dass Zusatzfunktionen wie ein 0°-Fach oder ein Weinlagerbereich Stauraum benötigen. Ist ohnehin nur wenig Platz vorhanden, sollte man sich solche Extras daher gut überlegen.

Auf die Energieeffizienz achten

Auch ein blick auf die Energieeffizienz eines Geräts lohnt sich, denn hier hat sich in den letzten Jahren einiges getan. Am energieeffizientesten arbeiten Geräte der Klasse A+++. Geräte mit der Energieklasse E bis G sind dagegen wahre Stromfresser. Auf Dauer gesehen ist es oftmals günstiger, ein teureres aber energieeffizienteres Modell zu erwerben. Steigende Stromkosten sorgen dafür, dass sich die höheren Anschaffungskosten innerhalb weniger Jahre rechnen. Zudem lohnt es sich, auf die Anzahl der Gerätetüren zu achten: Sind Kühl- und Gefrierbereich mit getrennten Türen versehen, geht beim Öffnen des einen Gerätebereichs keine Kälte im anderen verloren. Das Gerät muss so weniger kühlen und benötigt weniger Strom. Gerade bei Side-by-Side-Geräten lohnt es sich daher oftmals, ein Modell mit Barfach zu wählen. Beim Entnehmen von Getränken oder Snacks muss dann nicht der gesamte Kühlbereich geöffnet werden.

Der Gefrierbereich

Gefrierbereich ist nicht gleich Gefrierbereich. Zunächst einmal lohnt ein Blick auf die Sternekennzeichnung. Vier Sterne bedeuten, dass in seinem Inneren eine Temperatur von -18° Celsius oder kälter erreicht wird. Hier können sie gefrorene Lebensmittel über mehrere Monate aufbewahren und frische Lebensmittel einfrieren. Kühl-Gefrier-Kombinationen, Side-by-Side- und French-Door-Modelle sind allesamt mit einem solchen Viere-Sterne-Bereich ausgestattet. Vorsicht dagegen bei Gefrierfächern: Diese haben oft eine niedrigere Sternekennzeichnung. Ein Fach mit Null Sternen eignet sich zwar zum Gefrieren und Lagern von Eiswürfeln, die Lagerung von anderen Lebensmittel ist dagegen nicht möglich. Gefrierfächer mit einem Stern kühlen mindestens auf -6° Celsius. In ihnen dürfen Sie gefrorene Lebensmittel kurzfristig lagern, jedoch nicht länger als eine Woche. Bis zu drei Wochen bleiben Ihre Lebensmittel im Zwei-Sterne-Fach haltbar. Darin wird es nicht wärmer als -12°C. Im drei-Sterne-Fach lagern Sie Ihre Lebensmittel über mehrere Monate bei mindestens -18°C. Einfrieren ist hier jedoch – anders als im 4 Sterne Fach – nicht möglich, da dies zu lange dauern würde. Ihre Lebensmittel würden an Qualität verlieren und teilweise ungenießbar werden. Eine lange Haltbarkeit wäre somit nicht gewährleistet.

Ebenfalls sinnvoll ist es bei Kauf darauf zu achten, dass die Temperatur in Kühl- und Gefrierbereich gesondert voneinander reguliert wird. So können Sie für jeden Geräteteil die perfekte Innentemperatur einstellen. Zudem hilft Ihnen dies beim Stromsparen: In den meisten Fällen genügt es, wenn in der Mitte des Kühlbereichs eine Temperatur von 7° Celsius herrscht. Das ist oft eine der mittleren bis oberen Einstellmöglichkeiten. Den Gefrierbereich stellen Sie dagegen im unteren Temperaturbereich ein – besonders, wenn Sie selbst Lebensmittel einfrieren. So benötigt das Gerät weniger Energie, als wenn Sie beide Teile auf minimale Kühlung einstellen. Zudem ermöglicht die getrennte Temperaturregelung bei den meisten Herstellern eine praktische Urlaubsschaltung, die Sie bei längerer Abwesenheit nutzen. Nach ihrer Aktivierung kühlt der Gefrierbereich normal weiter, der Kühlbereich dagegen schaltet auf Minimalbetrieb um. So wird die Bildung von Schimmel und unangenehmen Gerüchen verhindert, während der Stromverbrauch deutlich geschmälert wird. Selbstverständlich muss der Kühlbereich leer sein, wenn Sie diese Funktion nutzen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das Gefriervermögen. Es gibt an, welche Menge an frischen Lebensmittel Sie innerhalb von 24 Stunden einfrieren können, ohne dass bereits eingelagerte Produkte antauen und so ihre Haltbarkeit verlieren. Nutzen Sie das Gerät in erster Linie zum Aufbewahren bereits gefrorener Lebensmittel, genügt Ihnen ein kleines Gefriervermögen von 4,5 bis 7 Kilogramm. Gartenbesitzer, die oft große Mengen auf einmal einfrieren, sind dagegen mit einem deutlich größeren Gefriervermögen besser beraten.

Auch die ist die Lagerzeit bei Störung ist ein interessanter Wert. Sie sagt aus, nach wie vielen Stunden ohne Strom die Temperatur im Gerät auf maximal -9° Celsius ansteigt. War der Stromausfall kürzer als diese Zeitspanne, können Sie die gelagerten Lebensmittel weiter verwenden. War der Stromausfall dagegen länger als die angegebene Stundenanzahl, landen die gefrorenen Lebensmittel besser im Müll. Das gilt besonders für Fleisch- und Fischprodukte. Einige Kühlgeräte haben eine praktische Anzeige integriert: Auf ihr lesen Sie nach einem Stromausfall ab, welche Höchsttemperatur im Gefrierraum vorlag. So sind Sie garantiert auf der sicheren Seite.

No Frost

Eisbildung ist nicht nur ein Problem bei Gefriergeräten sondern kann auch in Kühlgeräten vorkommen. Viele moderne Kühlschränke sind daher mit einer sogenannten NoFrost-Technologie ausgestattet. Sie verhindert Eisbildung und spart Ihnen damit das lästige Auftauen. Zudem führt Eisbildung zu einem erhöhten Stromverbrauch. Während diese Technologie insbesondere bei den Herstellern des mittleren und oberen Preissegments inzwischen meist standardmäßig verbaut wird, ist das bei günstigen Geräten nicht der Fall. Hier lohnt sich daher ein Blick auf die Ausstattung des Geräts. Wer Wert noch mehr Komfort wünscht, achtet auch bei der Ausstattung des Gefrierbereichs auf NoFrost-Technik. Modelle mit No-Frost-Technologie in beiden Geräteteilen werden oft alls FullNoFrost bezeichnet. Wer etwas weniger Geld ausgeben möchte, greift zu einem Modell mit LowFrost-Technologie. Hier wird die Eisbildung zwar nicht gänzlich verhindert, aber zumindest deutlich reduziert.

Praktische Ausstattung

Wer vor allem mit frischen Lebensmittel kocht und viel Obst und Gemüse und/oder frisches Fleisch und Fisch aufbewahrt, ist mit einer speziellen Aufbewahrungsschublade für diese Lebensmittel gut beraten: Frischfleisch und Meeresfrüchte bleiben in sogenannten 0°-Zonen besonders lange haltbar. Hier kühlt der Kühlschrank stärker als im übrigen Innenraum und sorgt so für perfekte Lagerbedingungen. Ähnliche Spezialschubladen gibt es für Obst und Gemüse – hier wird für besonders hohe Luftfeuchtigkeit gesorgt, die Sie bei Bedarf sogar entsprechend Ihrer Wünsche einstellen können.

Lagern Sie häufig große Mengen auf einmal ein, sind Sie mit einer Super-Funktion bestens beraten. Diese gibt es für den Kühl- und den Gefrierbereich. Aktivieren Sie die Funktion rechtzeitig, wenn der Wocheneinkauf oder die Himbeerernte ansteht. Der jeweilige Geräteteil kühlt dann für einen gewissen Zeitraum besonders stark. So wird die Kühlkette nicht unterbrochen: Bereits eingelagerte Lebensmittel werden nicht zu warm und die frischen Produkte kühlen besonders schnell ab. Das sorgt für lange Haltbarkeit und hohe Qualität.

Die Scharniertechnik

Bei integrierbaren Einbaugeräten wird die Gerätetür mit einer Möbelfront verkleidet. Je nach Modell geschieht dies über die sogenannte Festtür- oder Schlepptürtechnik. Bei letzterer werden Front und Gerätetür über eine gleitende Verbindung zusammengehalten, während sie bei der Festtürtechnik eine starre Einheit bilden. Welche Verbindungsart man wählt, ist reine Geschmackssache und macht funktional kaum einen Unterschied. Ist bereits eine Möbelfront vorhanden empfiehlt es sich, dieselbe Türbefestigung zu wählen, die das bisher eingebaute Kühlgerät besaß.